Auf dem Weg zur neuen Nachtgestalt der Stadt
Es ist hohe Zeit, Licht als Gestaltungsmittel im Rahmen der Stadtgestaltung zu nutzen. Künstlerische Gestaltung mit Licht kann dabei Impulse für die Lichtgestaltung öffentlicher Räume und der ganzen Stadt setzen, wenn sie sich auf ihr städtebauliches und soziales Umfeld bezieht. Sie kann sich auf den geometrisch abgegrenzten Raum beziehen, der mit Aristoteles und Cassirer "als Gefäß des sich darin Bewegenden" begriffen wird. Künstlerische Gestaltung kann aber auch den ästhetischen Raum als Erfahrungsraum (Zimmer) wieder entdecken, also ihren Begriff von Raum neu bestimmen und so städtebauliche Räume interpretieren und als Orte neu schaffen. Unsere Präsentation künstlerischer Lichtgestaltungen in Nordrhein-Westfalen zeigt einzelne gute Ansätze dazu.
Gleichwohl lässt diese Übersicht in ihren Lücken auf weitere und zukünftige Aufgaben für die Lichtgestaltung schließen. Sie können hinweisen auf Entwicklungsrichtungen für eine Lichtgestaltung der öffentlichen Räume und der ganzen Stadt:
- Das Orientieren und Bewegen auf den Wegen der ganzen nächtlichen Stadt kann mit Hilfe der neuen Leuchtmittel noch qualitätvoller und zielgerechter für die unterschiedlichen Nutzergruppen/Verkehrsteilnehmenden herausgearbeitet werden wie Beispiele in Lyon und Zürich zeigen. Denkbar ist sogar, die Beleuchtung öffentlicher Raumabschnitte so auszulegen, dass sie auf Anforderung die Bewegung begleitet oder Aufenthalte temporär ins Licht setzt.